hoher Augendruck – hohes Glaukomrisiko!

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Was ist eine Tagesdruckkurve?

In unserer Ordination wird im Zuge der Voruntersuchung bei jedem Patienten der Augeninnendruck gemessen. Liegt dieser außerhalb des Normbereiches (mehr als 20 mmHg) so raten wir unseren Patienten dazu, eine Tagesdruckkurve (TDK) erstellen zu lassen. Dabei wird der Augeninnendruck an drei unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tages gemessen. Dies geschieht um Schwankungen des Augeninnendrucks über den Tagesverlauf festzustellen. Warum ist eine TDK wichtig? Während der Augeninnendruck an sich wichtig für die Funktion des Auges ist (Gleichmäßige Wölbung der Hornhaut uvm.), stellt überhöhter Augeninnendruck eine der Hauptursachen für Glaukome (Grünen Star) dar. Für den Augeninnendruck ist das Kammerwasser verantwortlich. Dieses wird an den Ziliarfortsätzen gebildet und gelangt danach durch die Pupille von der hinteren in die vordere Augenkammer, wo es über das Trabekelwerk des Kammerwinkels wieder abfließt und resorbiert wird.

Kommt es nun aufgrund anatomischer Beeinträchtigungen dazu, dass dieser Kreislauf gestört wird, d.h. das Kammerwasser nicht mehr ungehindert abfließen kann, steigt der Augeninnendruck, wodurch es in vielen Fällen zu einer Schädigung des Sehnervs kommt.Aus den genannten Gründen ist eine regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge und Behandlung bei Glaukomen.

Was ist ein Glaukom?

Bei einem Glaukom (grünem Star) kommt es durch überhöhten Augeninnendruck dazu, dass die Isolierung des Sehnervs und in weiterer Folge der Sehnerv selbst angegriffen wird. Dies bewirkt eine zunehmende Einschränkung des Gesichtsfeldes (normal 180 Grad), welche unbehandelt bis zur völligen Erblindung fortschreiten kann. Diese Krankheit ist besonderst heimtückisch, da sie langsam voranschreitet und somit in den Frühstadien leicht übersehen werden kann.

Welche weiterführenden Untersuchungen gibt es?

Mit dem Cirrus OCT und dem GDX Nerve Fiber Analyser stehen unserer Ordination modernste Geräte zur Früh-Erkennung und Verlaufs-Kontrolle von Glaukomen zur Verfügung. Dabei werden die Netzhautdicke bzw. die Dicke der Faserschicht des Sehnervs gemessen. Dadurch können Glaukome bis zu 7 Jahre bevor eine merkbare Einschränkung des Gesichtsfeldes zu ver-zeichnen ist, erkannt und entsprechend behandelt werden. Bei Interesse an der OCT- und/oder GDX- Untersuchung wenden Sie sich bitte an einen unserer Mitarbeiter.


Zuletzt aktualisiert am: 17. April 2016

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Dr. Andreas Prangl-Grötzl
Facharzt für Augenheilkunde
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Kontaktlinsenoptiker

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