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Dr. Andreas Prangl-Grötzl
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FAQ Grauer Star

[accordian fields=“9″ accordian_title=“~Was ist ein grauer Star?~Was ist die Ursache des grauen Stars?~Was für Beschwerden können auftreten?~Was für Behandlungsmöglichkeiten gibt es?~Schadet es, mit der Operation des grauen Stars zuzuwarten?~Welche Komplikationen können bei der Kataraktoperation auftreten?~Wie verläuft die Nachbehandlung?~Benötige ich nach einer Kataraktoperation weiterhin eine Brille?~Was ist ein Nachstar?“ accordian_text=“~Als Katarakt oder Grauer Star bezeichnet man die Trübung der normalerweise klaren Augenlinse. Eine solche Linsentrübung ist meist altersbedingt.~Der graue Star kann verschiedene Ursachen haben.
Die weitaus häufigste Ursache ist das Alter. Jenseits des 60. Lebensjahres ist der grauer Star beinahe als ’normale Alterserscheinung‘ zu betrachten.

Weitere Ursachen sind:

~

~Zur Behandlung des Grauen Stars gibt nur eine sinnvolle Maßnahme: Die Kataraktoperation, auch Staroperation genannt.
Bei Operationen einer Katarakt (Grauer Star) wird die getrübte Augenlinse durch eine Kunstlinse ersetzt. Folgende Methoden werden angewandt:

Intracapsuläre cataract extraction (ICCE).
– nur noch in Ausnahmefällen –
Entfernen der Linse einschließlich ihrer Kapsel. Die Kunstlinse wird dann weggelassen (Starbrille) oder an der Iris oder im Kammerwinkel fixiert.

Extracapsuläre cataract extraction (ECCE).
Die Linsenkapsel wird am Ort belassen und die Kunstlinse in der Regel darin eingeklemmt.
+Bild – Katarakt Operation+

Manuelle Extraktion – weniger häufig geübt – die klassische Methode. Nur noch verwendet, wenn Phakoemulsifikation nicht möglich ist.
Phacoemulsifikation – die in Deutschland am häufigsten angewendete Methode. Der Linseninhalt wird mit einem mit Ultraschallfrequenz vibrierenden Röhrchen zertrümmert und abgesaugt.

YAG Laser Capsulotomie (zur Behandlung des „Nachstars“). Berührungsfreies Eröffnen der Linsenkapsel, wenn diese nach ECCE im Lauf der Zeit undurchsichtig wird.

~Nein! Die Augenlinse wird zwar im Normalfall mit der Zeit trüber, was die Sehschärfe zunehmend beeinträchtigt, die Operation des grauen Stars ist aber zu einem späteren Zeitpunkt ebenso sicher und die endgültig erreichte Sehschärfe gleich.

~Komplikationen sind heutzutage sehr selten. Mögliche Komplikationen sind:

Diese bedürfen einer intensiveren Nachbehandlung und in seltenen Fällen einer Folgeoperation. Zumeist sind Sie aber gut behandelbar.

~Das operierte Auge wird für einige Stunden mit einem Salbenverband abgedeckt. Sie erhalten in Reserve Schmerzmittel, welche meistens gar nicht gebraucht werden. In den ersten Stunden nach der Operation sind sie noch etwas müde, aber meist schon am zweiten Tag fühlen Sie sich fit und sehen bereits viel besser.
In den ersten Wochen sollte das Tragen schwerer Lasten (über 10 kg) vermieden werden. Ebenfalls sollten kein Schwimmbadbesuch und kein Reiben in den Augen erfolgen. Bei Sonnenlicht sollte immer eine Sonnenbrille getragen werden.
Nach 6 Wochen kann die definitive Brillenanpassung erfolgen.
Die Arbeitsunfähigkeit nach der Operation ist abhängig vom Verlauf und der beruflichen Tätigkeit. Sie liegt meist zwischen 1 und 3 Wochen.

~Vor der Operation bespricht der Augenarzt mit dem Patienten die Wahl der für ihn geeigneten Kunstlinse.
Mit einer normalen Kunstlinse kann nach der Operation in einer bestimmten Distanz scharf gesehen werden. Es kann somit scharfes Sehen z.B. in der Ferne (Autofahren ohne Brille), in der Nähe (Lesen ohne Brille) oder in der Mitteldistanz angestrebt werden.
Für das scharfe Sehen in allen anderen Distanzen muss eine Brille angepasst werden.

~Monate bzw Jahre nach einer Kataraktoperation kann es zu einem sogenannten Nachstar kommen. Dabei trübt sich die bei der Operation im Auge belassene hintere Linsenkapsel ein, was wiederum zu einer Verminderung der Sehschärfe führen kann. Zur Behandlung des Nachstars ist kein erneuter operativer Eingriff notwendig. Der Nachstar kann ambulant, einfach und schmerzlos mithilfe eines Laserstrahls entfernt werden. Danach ist die Sicht wieder so klar wie vorher.
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